Die Sache mit dem O.

"Warum täuschen eigentlich so viele Frauen einen Orgasmus vor?"
"Weil sie glauben, daß uns Männer das interessiert.
"

Blöder Witz oder bittere Wahrheit?
Viele Frauen wären sicherlich froh darüber, nichts vortäuschen zu "müssen". Denn immerhin gelingt es auch in unserer aufgeklärten Zeit 80 % aller Frauen nicht, beim Verkehr zum Orgasmus zu kommen. Schade und selbst schuld?
Zu früh gefreut, meine Herren, denn ob Ihr es hören wollt oder nicht: auch der richtige Mann spielt eine große Rolle beim Streben nach dem Höhenflug....

Die Gründe, warum so viele Frauen nicht oder nur sehr selten zum Orgasmus kommen, sind sicherlich so vielfältig und unterschiedlich wie die Frauen selbst. Generell gilt, was auch bei Männern Bestand hat: die Psyche spielt in der Erotik die größte Rolle.
Da können Angst, Scham, eine verklemmte Erziehung, Minderwertigkeitskomplexe oder schlechte Erfahrungen eine Rolle spielen. Aber auch der falsche Partner oder Probleme in der Partnerschaft sind wahre Lustkiller.

Neben den psychischen Faktoren, an denen jede Frau leider selbst basteln muß, gibt es jedoch auch einige körperliche "Kleinigkeiten", die einen Orgasmus meist verhindern.



"Was ist der Unterschied zwischen einer Kneipe und einer Klitoris" ?
"Die Kneipe finden die Männer auf jeden Fall.
"

Im Gegensatz zum allgemeinen Männerglauben ist die Klitoris das Lustzentrum der Frau, nicht die Vagina. Die Vagina hat so gut wie keine Nervenzellen, was auch Sinn macht, denn man stelle sich die Schmerzensschreie bei einer Geburt vor *grusel*. Nur die ersten zwei-drei Zentimeter sind überhaupt empfindlich; für einen Orgasmus reicht aber auch das meistens nicht.

Die Klitoris ist ein strangförmiges Organ, das oberhalb der Harnröhre sein Ende findet. Tatsächlich ist der kleine Knubbel, der bei Erregung steif wird und sich hektisch unter seine schützende Vorhaut zurückzieht, nur der Ausläufer der gesamten Klitoris. Diese erstreckt sich nämlich noch etwa 10 Zentimeter weit unterhalb des Schambeines, ist dort aber natürlich durch den Knochen geschützt. Das kleine erbsenförmige Ding ist es also, daß uns Frauen den Kick verschafft.
Aber jetzt aufgepaßt, meine Herren: die Klitoris ist sehr empfindlich, und was sie gar nicht mag, sind direkte und zielstrebige Attacken! Wer kennt sie nicht, die Jungs, die im Biounterricht so gut aufgepaßt haben und voller Stolz beweisen müssen, daß SIE wissen, wo er ist, unser Hot spot. Und sofort drauflosrubbeln, was das Zeug hält. Nein, danke.

"Selbst ist die Frau..."

Bei normalem Verkehr wird die Klitoris leider so gut wie gar nicht gereizt. Warum das so ist, wissen die Götter, vermutlich wollte die Natur den Frauen einen Streich spielen und ihnen den Verkehr nicht gerade leicht machen....(meckert nicht, Mädels, sondern denkt an die armen Katzen, die auch noch mit Widerhaken gespickte Schniedel ertragen müssen! Kein Wunder, daß die dabei so kreischen....).

Wie auch immer, es ist wie es ist und wir müssen damit leben bzw. das beste draus machen. Und das heißt: Handbetrieb. Fast jede Frau, die durch Geschlechtsverkehr nicht oder selten zum Höhepunkt kommt, ist durch Handbetrieb oder (noch schöner) Zungenspiele relativ einfach in den Himmel zu katapultieren. Vorausgesetzt natürlich, Mann weiß wie's geht!

Denn jede Frau hat hier ihre eigenen Vorlieben. Die einen mögen's lieber zart, die anderen stehen auf die harte Variante, eine bevorzugt eine schnelle und direkte Reizung, die andere möchte lieber langsam und durch die Vorhaut hindurch indirekt stimuliert werden. So viele Frauen, so viele Vorlieben...gar nicht so einfach. Wenn er also wissen will, wie's ihr gefällt, hilft nur eins: fragen -oder zeigen lassen.

Fast jede Frau betreibt gelegentlich oder auch regelmäßig Selbstbefriedigung, und das ist auch gut so. Denn so weiß zumindest sie, was sie wirklich will und was ihr wirklich gefällt. Die Frauen, die sich nicht einmal selbst einen Höhepunkt verschaffen können, müssen leider erstmal Hand anlegen und ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren. Denn das ist die oberste Regel: wenn ICH weiss, wie ich es gern hätte, kann ich es ihm auch sagen (oder zeigen).

Ansonsten gilt auch beim Verkehr: Gleitcreme und Finger richtig und genußvoll eingesetzt, und es klappt auch mit der Nachbarin (oder der eigenen Ehefrau). Gleitcreme ist kein unwesentlicher Faktor, weil das Reiben der Klitoris ohne nötige Feuchtigkeit (die beim Verkehr meistens an dieser Stelle nicht vorhanden ist) schmerzen kann oder zumindest unangenehm ist.
Ein Fläschchen Gleitcreme gehört also in jedes Schlafzimmer

In bestimmten Stellungen ist es sehr einfach, die Klitoris zusätzlich zu stimulieren. Entweder legt sie selbst Hand an oder läßt ihn mit den Fingern spielen. Viele Frauen mögen es besonders gern von hinten, wenn er dabei ihre Klitoris streichelt. Auch die Reiterposition ist gut geeignet, weil sie selbst leicht und schnell zugreifen kann, wenn es nötig wird (ich persönlich finde die allerdings meistens zu anstrengend, um mich wirklich entspannen zu können ....).

Trotz aller Technik: die erogenste Zone befindet sich (besonders bei Frauen) im Kopf, und erst wenn es da stimmt klappts auch mit dem Nachbarn (vielleicht sogar mit dem eigenen Mann).
Bauch einziehen und Gedanken darüber, wie man jetzt gerade aussieht und ob man ein Doppelkinn hat in dieser Position sind echte Lustkiller. Auch das ständige Streben nach den höheren Weihen verhindert den Orgasmus. Was auch nerven kann ist ein ungeduldiger Partner ("Bist Du bald mal fertig?"). Grelles Licht, Nebengeräusche, Kindergeschrei, Telefonklingeln, der letzte Kontoauszug und das nächste Mittagessen sind ebenfalls nicht geeignet, um bei ihr lustvolle Gefühle auszulösen.

Also bitte: niemand hat behauptet, daß Ihr beim Sex immer nur an ihn denken müßt, der sich gerade so herrlich um Euch bemüht. Die Gedanken sind frei, und so mancher haben heiße Phantasiespiele zum Höhepunkt verholfen. Try it :-)


Liebe Grüße

Alexandra

Artikel weiterempfehlen


Impressum Gästebuch