Onanie, Onana!
Wozu die Lust am eigenen Körper so führen kann: Haarausfall, Gicht, Verkrüppelungen, Schielen, Blindheit, Verlust des Gedächtnisses, Debilität... da vergeht einem ja alles!

Zum Glück glaubt diese Ammenmärchen, mit denen man früher versucht hat, das wollüstige Treiben zu unterbinden, heute keine(r) mehr. Dennoch haben auch heutzutage viele Menschen Hemmungen und eine gewisse Scham, das heimliche Treiben zuzugeben. Onanie ist für nicht wenige von uns noch immer ein Tabu - warum?

Sicherlich ist es die egoistischste Art und Weise, den eigenen Trieben Luft zu verschaffen. Aber nicht zuletzt aus eben dem Grunde auch meistens die effektivste (vor allem bei Frauen). Vielen Frauen fällt es eben schwer, sich in der Gegenwart des Partners fallenzulassen.

Wie auch immer Ihr Euch an den eigenen Körper annähert: tut es einfach! Onanie ist keine Ersatzbefriedigung; in den meisten Beziehungen gehört die Selbstbefriedigung bei beiden Partnern dazu. Die Gründe hierfür sind vielfältig - mal hat der Partner gerade keine Lust oder ist krank, mal möchte man (oder frau) sich einfach ganz egoistisch entspannen oder überschüssige Energie rauslassen. Besonders Frauen, die beim Sex mit ihm nicht zum Höhepunkt gekommen sind, legen anschließend gern selbst Hand an sich.

Aber wie macht frau es denn richtig?
Die Art und Weise, wie Frauen onanieren ist so vielfältig wie die Frauen selbst. Manche schaffen es, sich auf der Bürotoilette innerhalb von wenigen Sekunden einen befreienden und motivierenden Höhepunkt zu verschaffen. Andere brauchen eine ruhige, einsame und anregende Atmosphäre mit Kerzenlicht, schönen Dessous, Musik und einem Glas Sekt, um sich richtig entspannen zu können. Wieder andere schwören auf die Kraft ihres Vibrators, der meistens vor dem Partner versteckt im Nachttisch schlummert.

Für Anfängerinnen ganz wichtig: die ruhige Atmosphäre. Ihr solltet unbedingt sicher sein, daß Ihr ungestört seid und dies auch bleibt, während Ihr Euren Körper erforscht. Nichts ist schlimmer, als in diesem Stadium "überrascht" zu werden.

Die Selbstbefriedigung mit einem Vibrator ist eigentlich die einfachste Variante; fast jeder Frau gelingt es hiermit, zum Höhepunkt zu gelangen. Doch entgegen vieler pornographischer Vorstellungen führt kaum eine Frau den Vibrator bei der Selbstbefriedigung ein - wozu auch? Schließlich enthält die Vagina kaum Nervenzellen, die stimuliert werden könnten. Benutzt ausreichend (!) Gleitcreme und streicht mit dem Vibrator über Eure empfindlichste Stelle - die Klitoris. Viele Frauen mögen es, beim Höhepunkt oder kurz vorher den Vibrator einzuführen, um das Gefühl des "Ausgefülltseins" zu genießen.
An Gefühlsechtheit ist übrigens ein Vibrator aus Silikon kaum zu überbieten - er riecht nicht, fühlt sich weich an, ist flexibel und sehr hygienisch, da er sich einfach reinigen läßt. Hier solltet Ihr nicht am falschen Ende sparen.

Bei der Verwendung anderer Gegenstände ist Vorsicht geboten! Viele Gynäkologen können aus ihrer Praxis von nachträglich entfernten Bananen, Gurken, Getränkeflaschen, Kerzen usw. berichten. Im Eifer des Gefechts hat wohl so manche im lustvollsten Augenblick ein wenig zu sehr die Beherrschung verloren :-)

Für die meisten Frauen ganz klar: ohne Phantasien läuft bei der Eigenliebe gar nichts! Wem die eigenen Phantasien und Erinnerungen nicht ausreichen, ist vielleicht mit einem erotischen Buch, Bildband oder Film (viele Frauen sehen bei der Selbstbefriedigung auch gern Pornos - probiert einfach aus, was Euch anmacht!) gut beraten. Die psychische Stimulation ist in jedem Falle wesentlich effektiver als die manuelle. Es gibt sogar Frauen, die allein mit Hilfe ihrer Gedanken zum Höhepunkt kommen - ohne sich überhaupt zu berühren!

Schämt Euch nicht, Euch der eigenen Lust hinzugeben! Onanie hilft, den Körper zu entdecken und ein besseres Körpergefühl zu entwickeln. Lernt, Euren Körper zu lieben, auch wenn Ihr nicht ausseht wie ein Topmodell (und wer tut das schon?). Jede Frau hat einen schönen Körper, wenn sie nur dazu steht und sich selbst so akzeptiert, wie sie ist. Stellt Euch vor einen großen Spiegel und betrachtet Euch - warum nicht auch mal in sexy Dessous? Achtet aber dabei auf die richtige Beleuchtung - eine grelle Deckenbeleuchtung in einem kalkweißen Badezimmer läßt sogar Claudia Schiffer wirken wie eine Leiche auf Urlaub :-)

Ein besonders erregendes Vorspiel: zeigt ihm, wie Ihr Euch selbst Lust verschafft! Hier weckt Ihr nicht nur den Voyeur in ihm, das ganze hat auch eine pädagogische Wirkung - er kann Euch in Ruhe beobachten und sich merken, wo und wie Ihr Euch berührt, in welchem Tempo, mit welchem Druck und so weiter. Da dies bei jeder Frau anders ist und viele Frauen sich nicht trauen, ihm zu sagen oder zu zeigen, wie er sie manuell stimulieren soll, kann das sehr hilfreich für spätere Begegnungen zu zweit sein.

Das gleiche gilt natürlich auch andersrum: bittet Ihn, es vor Euren Augen selbst zu tun. Wenn Ihr Euch nicht traut, diese Bitte zu äußern, führt doch beim Vorspiel einfach seine Hand an seinen Penis. Er wird den Wink schon verstehen.

Fortgeschrittene "Onanisten" können sich auch gegenseitig dabei zusehen. Was Ihr aus der Situation macht, ist Euch überlassen und kann durchaus jedesmal anders enden - vielleicht möchtet Ihr selbst bei ihm Hand anlegen oder ihm mit einer Fellatio Freude machen? Egal, was passiert - solange Ihr beide Spaß daran habt, ist alles erlaubt.

In diesem Sinne - viel Vergnügen!

Eure
Alexandra

PS: Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, findet einige Buchtipps dazu hier

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