Total (b)Anal?!
Ist das jetzt total fürn Ar....., oder steckt da doch mehr dahinter?

Analverkehr ist schon längst nicht mehr das Tabuthema, das es einmal war. Oder etwa doch?!
Recherchen im Freundes- und Bekanntenkreis haben ergeben: errötende Männer, kichernde Frauen und gelegentlich mal die Negativaussage: "Iiih, das ist doch voll eklig."
Ja wo leben wir denn? fragten wir uns und wollten es aber mal genauer wissen.

"Für wen soll das gut sein?" fragte eine etwas naive Freundin, die weder von Prostata noch von besonders reizbaren Nerven rund um den Po je gehört hatte.
Ok, ER hat seinen Lustgewinn in der Prostatareizung. Aber sie hat keine; wieso also sollte sie IHM gestatten, seinen Schniedel auch noch da reinzustecken?

Erfahrene Analistinnen wissen es (natürlich): es ist besonders eng und auch sie spürt ihn wesentlich stärker als bei "normalem" Verkehr. Zudem ist Analverkehr eine sehr intime und persönliche Angelegenheit, die frau sicherlich nicht mit jedem one-night-stand praktizieren möchte. Es gehört schon eine ganze Portion Vertrauen dazu, sich ihm so zu "öffnen".
Für ihn ist das ganze natürlich eine feine Sache, weil der Darmausgang enger ist als die Vagina. Außerdem wird sein bester Freund durch feine Darmbewegungen und Kontraktionen des Schließmuskels zusätzlich stimuliert. Und wenn sie seine gesteigerte Lust spürt, wird auch sie ihre Freude daran haben. Zumal einer zusätzlichen Eigenstimulation mit Hilfe der Finger natürlich nix im Wege steht :-)


Die geeigneteste Stellung für Analverkehr ist nicht so einfach zu finden. Liegt sie flach auf dem Bauch, muß er sich kräftig mit den Armen abstützen, um nicht zu schnell und zu tief in sie einzudringen. Das kann anstrengend sein, außerdem besteht die Gefahr, daß er abrutscht und dann *aua*. Für ungeübte empfiehlt sich die auch andersrum bewährte Reiterstellung, also sie sitzt oben. Dabei kann sie die Tiefe und die Geschwindigkeit des Eindringens besser kontrollieren und aufhören, wenn es schmerzt oder wenn sie sich verkrampft. Auch ganz nett ist die Position, bei der sie sich über einen Stuhl (oder Sessel oder Tisch oder Kissen oder.....) beugt und ihm ihre Hinterseite präsentiert. So kann er in knieender Position vorsichtig jede Bewegung steuern und sich leicht zurückziehen oder innehalten, wenn es nicht mehr weitergeht. Wie in allen erotischen Belangen gilt auch hier die alte Regel: Übung macht den Meister. Wenn's beim ersten Mal nicht klappt, nicht gleich die Flinte ins Korn schmeissen! Natürlich müssen sich beide erstmal an die neue Variante gewöhnen. Und beim ersten Mal tuts meistens auch von vorne weh :-)

Analverkehr ist eine Sache, Vorsicht und Hygiene die andere. Beides ist nicht zu unterschätzen, denn der menschliche Darm ist sehr empfindsam und leicht verletzbar. Feine Haarrisse in den Blutgefäßen lassen sich nicht vermeiden, und homosexuelle Bekannte klagen des öfteren über Hämorrhoiden (oder wie man das jetzt schreibt). Allerdings ohne eine direkte Verbindung zum Analverkehr herzustellen :-)

Für alle die noch gar keine Erfahrung damit gemacht haben, es aber vielleicht dennoch gern mal ausprobieren möchten: Geduld und Spucke sind das oberste Gebot. Na gut, statt der Spucke verwendet der aufgeklärte Bürger des 21. Jahrhunderts natürlich ein entsprechendes Gleitmittel, und zwar REICHLICH davon!
Am besten erstmal vorsichtig mit dem Finger antesten, was geht und wie weit es geht. Ist sie (oder er) verkrampft oder verspürt Schmerzen, nicht ruckartig den Finger rausziehen, sondern an der Stelle verharren und ein paar Sekunden später ganz langsam aus der Gefahrenzone entfernen. Gleiches gilt natürlich für das Eindringen; langsam und mit Sorgfalt sollte es geschehen.

Achtung mit langen oder rissigen Fingernägeln! Am besten den Nagel des Fingers, der eingesetzt werden soll, vorher gründlich feilen. Nagelrisse im Darm können sehr unangenehm sein!
Ist sie (oder er) bereit und kein Widerstand spürbar, kann man langsam und vorsichtig eindringen. Bei Männern liegt die Prostata etwa in Zeigefingerlänge vom Darmeingang (oder -ausgang) entfernt. Dieses Körperteilchen ist besonders empfindlich, und alle experimentierfreudigen Damen werden sehen, wie er zu jauchzen anfängt, wenn sie mit dem Finger an seiner Prostata herumspielt! (Kommt übrigens gut beim Oralverkehr.....)
Bei jeder Verkrampfung des Darms gilt: in der Bewegung innehalten und warten, bis die Muskeln sich wieder entkrampfen, sonst gibts Verletzungen.

Als nächsten Schritt empfehlen wir sogenannte Analkugeln oder Analketten
. Diese kleinen Dinger sehen niedlich aus und haben es in sich! Vorsichtig und mit viel Gleitmittel in den Anus eingeschoben, sollen sie nach Möglichkeit (am besten vom liebenden Partner) zum Zeitpunkt des Orgasmus' ganz langsam und genüßlich wieder herausgezogen werden. Das kommt besonders bei Männern gut an, weil die plötzliche Reizung von Prostata und der empfindlichen Darmwand für einen Extra-Kick sorgt. Aber auch Frauen spüren plötzlich erogene Zonen, von denen sie nie geahnt hätten....


Wenn Ihr nun ein klein wenig auf den Geschmack gekommen seid und festgestellt habt, dass Ihr durchaus auch im Analbereich erogene Zonen besitzt, könnt Ihr Euch der Hintertür vorsichtig mit einem Dildo oder Vibrator nähern. Glasdildos z.B. sind schön anzusehen und eignen sich aufgrund ihrer glatten Oberfläche und der einfachen Hygiene prima für anale Spielchen. Mit Dildo oder Vibrator könnt Ihr selbst erforschen, wie weit Ihr gehen wollt und bis zu welcher Tiefe es Euch Spaß macht. Außerdem verliert Ihr so die Scheu davor, dass jemand in Euer Hintertürchen "eindringen" möchte :-) Auch hier gilt: ohne Gleitmittel geht gar nichts, also nicht sparsam damit umgehen...

Wenn auch dieser Schritt gelungen ist und Ihr festgestellt habt, daß es gar nicht "so schlimm" ist, seid Ihr vielleicht bereit für den letzten......den endgültigen Analverkehr.

Wie erwähnt: in der Ruhe liegt die Kraft. Analverkehr ist also nix für den emsigen Rammler, der seine Befriedigung in heftigen und wilden Bewegungen findet. Erst einmal vorsichtig mit der in Gleitcreme getunkten Penisspitze rantasten, nur ganz leicht und ganz wenig eindringen und ein paar Sekunden so bleiben. Bei jedem Vorwärtstasten erst mal pausieren und die Reaktionen abwarten. Krampft sich der Darm heftig zusammen, nicht weiter vordringen, sondern abwarten.

Ist alles ok und sie (oder er) ist locker und entspannt, kann er sich weiter vorhangeln. Ist sein bestes Stück erstmal ganz verschwunden ein paar Sekunden ruhen lassen, damit sie sich an das fremde Gefühl gewöhnen kann. Dann sind sogar leichte Bewegungen möglich :-)

Analverkehr ist also nix für den Quickie zwischendurch, Zeit und Geduld müßt Ihr schon mitbringen.

Noch ein Tip für die Mädels: es klingt komisch, aber Pressen öffnet den Schließmuskel und läßt ihn leichter eindringen. Kann man selber ausprobieren: einfach mit dem Finger gegen den Schließmuskel drücken, und Simsalabim öffnet sich die Zaubertür. Bin ich schon drin oder was?

Und noch ein Wort zur Hygiene:

Der Darm besteht in der Regel aus etwa 9 Metern Gewebe, von denen bloß die ersten zwanzig cm (maximal !) involviert sind. Dieses Darmende ist üblicherweise bis zu zwei Stunden nach dem letzten Stuhlgang sauber, Ihr müßt also keine braunen Schlieren befürchten. Wer sich nicht sicher ist: vorher nochmal für kleine Jungs gehen, baden oder duschen oder mit Feuchttüchern gründlich abwischen.

Für ganz Pingelige: einen Einlauf machen (soll auch ansonsten der Gesundheit sehr förderlich sein, weil er den Darm sehr gründlich reinigt). Klistiere gibts in der Apotheke oder in Sexshops (wir empfehlen jedoch die aus der Apotheke).

Die Tatsache, daß der Darm sauberer ist als sein Ruf, ist jedoch kein Freibrief für den Analverkehr! Es tobt nämlich eine ganz erkleckliche Anzahl von Darmbakterien darin herum, die an Ort und Stelle auch gut und nützlich sind, an anderen Orten wie zum Beispiel der Vagina oder (ganz übel!) den Harnwegen verheerenden Schaden anrichten können! Daher gilt: war "er" einmal hinten zu Besuch, ist ohne Waschgang zwischendurch vorne nix möglich! Oder für den Spaß von hinten ein Kondom verwenden (ist sowieso gesünder).

Beim Analverkehr können nicht nur die Darmbakterien krank machen; auch Viren, Keime und andere Krankheitserreger werden leichter übertragen als bei "normalem" Verkehr.
Bei Affären, lockeren Verbindungen und Freundschaften oder one-night-stands gilt daher hier ein NOCH strengeres Kondomgesetz als sonst. In festen Beziehungen dient das Kondom eher der Vermeidung von "harmloseren" (aber nicht minder unangenehmen) Krankheiten.

Was für seinen Schniedel gilt, hat natürlich auch bei allen anderen Körperteilen oder Gegenständen Bestand: auch Finger, Analketten, Butt-plugs oder sonstiges müssen gründlich gereinigt werden (mit warmem Wasser und Seife), bevor sie mit anderen Körperteilen in Berührung kommen.

Für Anal-Liebhaber gibt es übrigens auch wunderschönen Schmuck - die sogenannten "Jewel plugs" sorgen bei normalem Verkehr für einen zusätzlichen Reiz im Analbereich und sind insbesondere bei a tergo-Sex auch noch wunderschön anzuschauen. Können Männer und Frauen tragen...

Von der Verwendung diverser Gebrauchsgegenstände wie Flaschenhälsen oder Staubsaugerrohren ist übrigens dringend abzuraten!!!! (Notärzte wissen, wovon wir reden)
Ansonsten wünschen wir Euch jetzt viel Spaß beim ausprobieren! Und: wer es nicht wenigstens probiert hat, kann auch nicht sagen, daß es ihm (oder ihr) nicht gefällt....


Liebe Grüße

Alex und Lars


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