London 1892: Der Schriftsteller Oscar Wilde erlebt in einem viktorianischen Bordell die Aufführung seines verbotenen Bühnenstücks "Salome". Es ist die Geschichte der verdorbenen Salome, die sich in den Kopf gesetzt hat, Johannes den Täufer zu verführen, und von ihm zurückgewiesen, auf Rache sinnt. Stiefvater Herodes entlockt sie durch einen verführerischen Schleiertanz die Einwilligung zur Enthauptung des Propheten. Die Bitte um den Kopf des Täufers wird ihr zwar erfüllt, doch läßt Herodes die Ketzerin ebenfalls töten. Kaum ist das Bühnenspiel beendet, taucht die Polizei auf, um den Schriftsteller festzunehmen.

Großbritanniens exzentrisches Regiegenie Ken Russel zeichnet für diese farbenprächtige, überstilisierte Theaterverfilmung verantwortlich, die Oscar Wildes Skandal-Drama mit Wildes zeitgenössischer Realität interessant verknüpft. Wie gewohnt, läßt Russell seinen verspielten Inszenierungsideen im Rahmen der Möglichkeiten seines hier recht kleinen Budgets freien Lauf, unterstützt durch namhafte Darsteller wie Glenda Jackson.

Eine extravagante Story garniert mit vielen Überraschungen serviert uns der Regisseur hier. Klasse!



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