9 Songs ist kein Musikfilm im engeren Sinne. 9 Songs ist auch kein tiefschürfendes Drama oder gar eine romantische Liebesgeschichte. Nein, 9 Songs ist von allem ein bisschen. Die Musik ist sicherlich Geschmackssache und die Geschichte ist auch nicht unbedingt überragend, aber die sehr reduzierte Erzählweise macht den Film intensiv. Die schauspieler gefallen mir sehr gut, sie wirken echt, authentisch, glaubwürdig.

Da wäre also der weibliche Part, Lisa, verkörpert und wunderbar in Szene gesetzt von Margot Stilley.
(Sie ist nicht die hübscheste, aber sie hat in meinen Augen eine perfekte Figur: Schlank, schöne, feste, formvollendete kleine Brüste und einen süßen Hintern. Lange Beine, einen flachen Bauch, einen entzückenden Rücken und ihre Scham ist wundervoll.)
Matt, der männliche Teil, wir von Kieran O´Brien gespielt.
(Kieran ist vielleicht ein klein wenig zu klein und könnte einige Gramm weniger vertragen, etwas besser definierte Bauchmuskeln würden die weiblichen Zuschauer sicherlich auch nicht verachten, aber alles in allem auch er sehenswert und absolut überzeugend. Seine Männlichkeit finde ich auch erwähnenswert. Die "Ausstattung" ist bestimmt überdurchschnittlich...)

Über 9 Songs hinweg erzählt der Film von der Beziehung der beiden Akteure, zeigt die Stationen ihrer Liebe in allen ihren Facetten, bis sie schlussendlich zerbricht.

Endlich also gibt es das, worauf sicherlich viele lange gewartet haben, ein Film der sexuelle Handlungen explizit und schonungslos zeigt, sie aber weder primitiv entartet noch übertreibt. Man hat als Zuschauer das Gefühl, das dort ehrlicher, echter und realer Sex stattfindet - und die Handlung gibt einem zumindest eine ahnung, warum die beiden Partner Liebe machen. Keine gespielten Orgien, ständige Stellungswechsel und sonstige Turnübungen; nein, die Akte sind normal lang, sie könnten in vielen Schlafzimmern der Welt so oder ähnlich stattfinden. Kein Zerreissen von Kleidung, keine billiges Gestöhne, keine "Hallo, ich soll hier ein Rohr verlegen"-Dialoge. Einfach nur wahrhaftiger Sex.

Fazit: Glückwunsch Michael Winterbottom und weiter so. Hoffentlich fassen sich künftig auch andere ein Herz und liefern uns mehr solchen sexpliziten und dennoch handlungsvollen Stoff.

Filmkritik von artefakte.twoday.net








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