Wassermann



Auf den ersten Blick wirkt die Wassermannfrau kühl, abweisend, möglicherweise sogar berechnend. Auf jeden Fall aber zurückhaltend. Playboys machen einen großen Bogen um sie, denn es kostet viel Mühe, sie herumzukriegen. Und im letzten Augenblick sagt sie mit Sicherheit doch nur nein. Schulkameraden halten das Wassermann-Mädchen für zickig und eingebildet, weil sie mit gleichaltrigen, unreifen Männern absolut nichts anzufangen weiß.

Eltern leben immer in Sorge, ihre Wassermann-Tochter könnte eine alte Jungfer werden. Doch sie braucht einen Schutzpanzer. Denn bei aller Liebe und Zärtlichkeit, die sie zu geben hat, ist sie auch überaus verletzlich. Nichts haßt sie mehr als Härte, Grobheit, protzende Männlichkeit. Jeder, der sie überrumpeln oder zu etwas zwingen möchte, hat ausgespielt. Sie will sich anlehnen, in die starken Arme ihres Beschützers kuscheln können.

Doch wenn ihr einer zu nahe kommt, verwandelt sie sich in eine Furie und kratzt ihm die Augen aus. Es hat wenig Sinn, einer abgeneigten Wassermann-Frau den Hof zu machen. Wenn sie einen Mann nicht mag, nützen alle Aufmerksamkeiten und Mühen nichts mehr. Entweder sie zeigt von Anfang an: "Du bist mir sympathisch" - oder sie strahlt eisige Kälte aus. Und das ist immer endgültig. In diesem Punkt ist die sonst so Wetterwendische unbedingt konsequent. Ein Mann, der sie beeindrucken will, braucht nicht reich, überaus klug und schon gar nicht attraktiv zu sein. Aber er muß Originalität und ein gewisses Maß an Weisheit und Vornehmheit besitzen. Sie braucht das Gefühl, daß er ohne sie nicht leben kann. Dann ist sie schon glücklich.

Sie ist eine der attraktiven Frauen im Bett. Unruhig und unermüdlich, ausdauernd bis zur völligen Erschöpfung. Sie spielt mit seinem Körper, als wäre er ein Musikinstrument. Dabei fällt ihren Lippen die Hauptrolle zu. Und mag er mitten in der Nacht tief schlafen - sie hat ihn mit Sicherheit in wenigen Augenblicken zu vollem Leben erweckt. Denn sie liebt zu jeder Tages- und Nachtzeit und in jeder Umgebung. Sie mag besonders, wenn er auf einem Hocker Platz nimmt und sie sich auf ihn setzen kann.

Er darf sich alles erlauben, nur Kritik will sie nicht hören. Auch der Versuch, sie umzumodeln, wird schon im Ansatz scheitern. Bevor sie nicht den Startschuß gegeben hat, sollte er nicht die Finger nach ihr ausstrecken. Wird sie alleine gelassen oder aber nur vernachlässigt, ist sie schnell weg. Schließlich muß der Partner ihr den nötigen Spielraum zugestehen. Sie liebt den passiven Mann, der unter ihrer Kunstfertigkeit stöhnt und außer Kontrolle gerät. Wehe dem Mann, der bei ihr zu schnell ermüdet. Denn keine liebt so ausdauernd, so unersättlich wie sie. Ihre eigentlichen erogenen Zonen sind die Beine, speziell die Unterschenkel. Der erfahrene Liebhaber erobert eine Wassermann-Frau von unter her kommend. Ein Streicheln der Waden, ein Lecken ihrer Fesseln, ein leichtes Massieren der Knie bringt sie in höchste Ekstase. Bei der Wassermann-Frau bleibt kein Mann unerfüllt. Wer wird reicher beschenkt als ein Partner dieser wunderbaren Seele? Die Wassermann-Frau hat ein starkes Mißtrauen gegenüber Gefühlen, die sie nicht zu kontrollieren vermag. Deshalb haben Sex und Erotik für sie immer etwas Erschreckendes.

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Die einen halten den Wassermann-Mann für einen Eigenbrötler, der immer ein wenig auf Distanz geht und sich nie bedingungslos auf Freundschaften einläßt. Andere gehen ihm aus dem Weg, weil er sich rücksichtslos über Normen, Regeln, Moralvorstellungen hinwegsetzt, als hätte das alles für ihn keine Gültigkeit. Wenn ein Mann nur mal Zigaretten holen will, um niemals zurückzukehren - dann ist er sicher ein Wassermann.

Die Liebe bedeutet für ihn Entdeckung, Erfahrung, Experiment. Eigentlich etwas, was immer nagelneu, aufregend und noch nie dagewesen sein müßte. Der Wassermann verliebt sich auf der Stelle rettungslos. Und es ist jedesmal dasselbe: Er geht mit einer wunderschönen Frau aus - und dreht sich nach einer anderen um. Vielleicht tut er das nur, weil ihm ein unfehlbarer Spürsinn für das Besondere zueigen ist. Er entdeckt Qualitäten, die andere erst viel später erkennen. Feinfühlig, wie er ist, kann er auch jene Frau zur Raserei bringen, die ansonsten kalt und unnahbar ist.

Dabei ist er absolut kein Draufgänger. Hat er eine Frau erblickt, die ihn interessiert, so nähert er sich ihr fast verlegen und ein wenig hilflos. Er wartet beinahe immer, bis er ermuntert wird. Nicht die Eroberung macht ihm Spaß, sondern die Kunst der Luststeigerung. Wobei die Erotik viel wichtiger erscheint als die Sexualität. Die Luft um ihn herum muß geradezu knistern vor Spannung. Er geht nicht auf den Orgasmus los, sondern auf das kunstvolle Spiel mit dem Körper. Und er kennt alle Kniffe, auch den kühlsten Eisblock zum Schmelzen zu bringen.

Er versteht sich auf Steigerung der Leidenschaft. Er hat weder ihren Busen berührt noch ihre Scham - und sie hatte bereits ihren ersten Orgasmus. Er kann perfekt massieren, wobei seine Finger wie entfesselt über ihre Haut tanzen. Er versteht zu küssen, seine Zunge spielen zu lassen. Wenn es soweit ist, dauert es wiederum eine Ewigkeit, bis er zum Orgasmus gelangt. Die Partnerin braucht dabei nichts anderes zu tun, als ihn walten zu lassen. Hinterher ebbt alles schnell ab. Kein Wunder, er hat sich verausgabt.

Seine Partnerin weiß bei ihm nie genau, woran sie ist. Liebt er sie, liebt er sie nicht? An einem Tag kommen die heißesten Liebesschwüre über seine Lippen, am nächsten ist er schweigsam. Ein seelischer Zickzackkurs. Seine Partnerin muß ihm einen Schubs geben, bevor er ihr nachsteigt, sonst geht er einfach weiter zur nächsten. Rivalität aber spornt ihn nicht an - er weicht ihr aus. Schließlich haben andere Mütter ja auch noch schöne Töchter. Auf keinen Fall ist er der Mann für die "schnelle Nummer". Körperliche Liebe ist für ihn nur mit einem vertrauten, sympathischen Menschen in gewohnter Umgebung denkbar. Zärtlichkeiten von seiner Partnerin erwartet er eigentlich erst nach der Vorstellung - während seines Auftritts will er möglichst ungestört sein. Seine typischen erogenen Zonen sind die Unterschenkel. Wer den Müden auf Touren bringen möchte, sollte ihn dort massieren, küssen, vielleicht sogar kräftig bürsten.

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