Fische



Die Fische-Frau ist die personifizierte Eva, der kein Mann widerstehen kann, die fleischgewordene Versuchung. Meisterlich versteht sie sich auf den Umgang mit den Waffen der Frauen: Wenn sie will, bringt sie jeden Mann zur Strecke. Gerade die Stärksten und die Abgebrühtesten wickelt sie um ihr zartes Fingerchen, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt.

Sie gehört zu den stärksten Frauen, weil sie von Natur aus als die hilfloseste erscheint. Sie erreicht am meisten, weil sie sich mehr als andere beeinflussen läßt, alles Neue begierig aufnimmt. Sie liebt so feurig, weil sie eigentlich Angst vor den eigenen Gefühlen hat.

Die Fische-Frau lernt nicht, wie man einen Autoreifen wechselt. Sie freut sich darüber, daß es Männer gibt, die ihr dabei helfen. Sie hält überhaupt nichts von Emanzipation, weil sie dadurch alles verlieren würde, was sie stark macht. Ihre erschrockenen Kinderaugen und der schmollende Mund treffen ihn an innerster Stelle: Er muß diesem verlorenen Wesen helfen. Doch das ist bei ihr keine Raffinesse, kein loses Spiel - das ist natürlicher, unverfälschter Weibchen-Trieb. Sie lockt ihn mit ihren Reizen, verbirgt sie aber gleichzeitig so geschickt, daß der Wunsch des Mannes, noch mehr zu entdecken, übermächtig wird. Sie wirft sich ihm an den Hals, doch nur, um ihn sanft, aber bestimmt abzuwehren und so lange hinzuhalten, bis er rettungslos in sie verliebt ist und mehr sucht als nur ein flüchtiges Abenteuer. Doch sie geht nur mit dem Mann ins Bett, den sie wirklich liebt. Niemand wird sie jemals vergessen können, der ihr einmal begegnet ist. Er bleibt ihr verfallen.

Die Fische-Frau ist ungemein lernbegierig und braucht offenbar keinen Schlaf, kein Essen und keine Erholung mehr. Der Partner gewinnt rasch den Eindruck, daß nur noch ein einziges Wort ihr Denken und Fühlen, vor allem aber ihren Körper beherrscht: Sex. Und Sex bedeutet bei ihr Hingabe. "Sag mir, was ich tun soll", bettelt sie immer wieder. Und ist enttäuscht, wenn ihm nichts Neues mehr einfallen will. In dieser Phase liegt alles bei ihm: ist er ein verständnisvoller, zärtlicher Partner, dann wird sie ihn küssen, streicheln, massieren, eincremen, baden, waschen, bis er sich gewaltsam befreit.

Ihr Partner muß attraktiv sein und ihr etwas bieten können. Auf Schönheit, Muskelkraft und dergleichen kann sie dagegen verzichten. Am liebsten sieht sie in ihm einen riesigen zottigen Spielbär, stark, aber gutmütig. Ihre erste große Liebe gehört einem erfahrenen Mann: Sie will bei einem Meister in die Lehre gehen. Ist sie älter und selbst erfahren geworden, sucht sie knabenhafte Männer, die sie in die große Kunst der Liebe einweihen kann. Und es bedeutet für einen Heranwachsenden ein großes Glück, zuerst in die Hände einer Fische-Frau zu geraten. Sie erwartet, daß er sich aufwendig um ihre Lust bemüht. Ihre typischen erogenen Zonen sind die Füße, speziell die Zehen und Fußrücken. Sie läuft gern barfuß, weil das einen Schauer durch ihren Körper jagt. Und sie gerät außer sich vor Entzücken, wenn der Partner ihren Fuß zwischen beide Hände nimmt und streichelt und küßt.

Traum, Phantasie, Wirklichkeit - bei der Fische-Frau fließt alles nahtlos ineinander über. Jeder Traum ist für sie ein Stück Wirklichkeit.

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So unwahrscheinlich es auch klingen mag: der undurchsichtige Fische-Mann kann sich doch tatsächlich zweimal innerhalb nur weniger Minuten verlieben. Der Fische-Mann trifft eine Frau - und ist hingerissen. Bis, ja bis eben die nächste auftaucht und alles Dagewesene verblassen läßt. Und das passiert ihm ständig.

Man sagt: Der Fische-Mann weiß nie so recht, was er eigentlich will. Falsch: Er weiß sehr genau Bescheid. Nur gewinnt er pausenlos neue Einsichten und bleibt offen für neue Eindrücke. Kein Wunder - er besitzt die beneidenswerte Fähigkeit, an jeder Sache und in jeder Person sofort das Beste zu erkennen. Hat eine Frau eine tolle Figur, dann stört ihn ihre lange Nase nicht. Ist sie zu dick, sieht er bestimmt nur das entzückende Grübchen an der Wange, das ihn völlig verrückt macht.

Und dann beginnt er zu schwärmen, zu träumen, zu versprechen. Und ehe eine Frau sich versieht, hat er sie in seinen Bann geschlagen. Unauffällig. Meistens auf die ganz sanfte Tour. Sitzt er mit seiner augenblicklichen Flamme am selben Tisch, muß sie dann mit einem versteckten Angriff von unten rechnen. Er rückt immer näher, bis seine Beine Kontakt gefunden haben. Er bittet seine Angebetete zum Tanz, wobei er ungeniert sein Knie zwischen ihre Beine drückt und seinen Schenkel an ihrem Körper reibt. Er ist unverschämt erotisch.

Allerdings ist sein Ziel bei dieser engen Berührung nicht unbedingt das Bett - daran denkt er nicht einmal. Er lebt vornehmlich für die Ekstase und will sie ohne Hintergedanken genießen. Der Fische-Mann liebt es ungewöhnlich, vielleicht sogar ein wenig pervers. Tabus jedenfalls gibt es für ihn nicht. Den Geschlechtsakt aber schiebt er vor sich her, als wäre er das Ende der Liebe, als hätte er Angst vor dem Augenblick, in dem seine Männlichkeit die Standhaftigkeit einbüßt. So zieht er das Vorspiel fast unerträglich in die Länge. Nach der Liebe ist es, als hätte er ihre Existenz einfach vergessen. Er dreht ihr den Rücken zu - oder setzt sich vor den Fernsehapparat. Aus. Vorbei.

Er besitzt nicht den Ehrgeiz, als großer Verführer zu gelten. Sobald er merkt, daß eine Frau ihm nicht entgegenkommt, zieht er sich zurück. Sie ist aber um so begehrenswerter, je verrückter sie auftritt. Ihm gefällt der gefallene Engel, den er retten kann - oder mit dem er berauscht und so richtig schön verdorben durch alle Sümpfe der Leidenschaft watet. Auch deshalb läßt er sich am leichtesten einfangen, wenn man versucht, ihn tüchtig zu schockieren. Dazu muß sie aber recht selbstbewußt und sicher auftreten, denn er braucht ihren Rückhalt und eine gewisse Sicherheit. Besonders schön braucht sie nicht zu sein, aber gepflegt. Beine, vor allem aber die Füße mit blutrot lackierten Zehennägeln können ihn verrückt machen. Seine eigenen Füße sind auch seine spezielle erogene Zone. Es ist ein Zeichen höchster Lust, wenn er seine Partnerin mit den Zehen liebkost. Je länger die Bindung aber dauert, desto mehr muß die Partnerin die Führung übernehmen und ihn mit immer neuen Spielarten überraschen.

Der Fische-Mann verfügt über Erfahrungen - auch schon in jungen Jahren. So träumt er weniger, aber direkter als andere. Die Szenen und Abläufe variieren dabei stark und sind extrem vom spontanen Erlebnis abhängig.

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